Es gibt die „Lilli-Heftchen“ als Fortsetzungsgeschichte in bisher 6 Bänden mit je 18 Seiten.


Band 1 heißt auf Deutsch "Lilli Bärenstark"

In den Fremdsprachen haben wir diesen Eigennamen nur dann so gelassen, wenn es keine gut nachempfundene Übersetzung gibt, wenn die jeweilige Nation diesen Namen aussprechen kann und wenn nicht die unterschiedliche Aussprache einer Sprache eine Veränderung der Schreibweise aus phonetischen Gründen notwendig machte: So schreiben wir „Lilli“ im Spanischen z. B. „Lili“, weil das Doppel-L im Spanischen wie j ausgesprochen wird.
Inhalt: Das Heft hat 17 Seiten Bild und Text.
In diesem ersten Band ist der ganze Text in der wörtlichen Rede (ich-Form) gehalten. Lilli stellt darin sich selber und die ihr wichtigen Bezugspersonen vor: Mama, Freundin Dora (die einen Bruder namens Kuno hat) und deren Mutter Ursel.
In diesem Heft geht es um das Fressen und gefressen werden und das Urvertrauen. Lilli hat eine große, beschützende (offenbar weitgehend alleinerziehende) Mutter, die gut auf ihr Kind aufpasst und es vor äußeren Feinden beschützt. Mutter Bärenstark sieht auch durchaus so aus als ob sie dazu imstande ist.
Ziel dieses Heftes ist es, die Empfindungen von Urvertrauen und Geborgenheit in dieser Welt (wieder) zu beleben so dass der Leser sie spüren, fühlen, erinnern, denken, intuieren oder auch erfinden kann.


Band 2 heißt: Lilli Bärenstark hat Glück

In Band 2 geht es um das Bewahren und Wiedererlangen der körperlichen Unversehrtheit und um ganzheitliche, „tierische“ Heilkunst.
Inhalt: Lilli klettert gern hoch auf den Bäumen herum (was auch für Bären nicht unbedingt typisch ist) und fällt durch ihre eigene Ungeschicklichkeit herunter. Zum Glück verletzt sie sich dabei nicht. Es ist aber anzunehmen, dass der Sturz zu Verspannungen am Muskel-, Sehnen- und Knochensystem geführt hat. Deshalb tut Mutter Bärenstark, was jede gute Katzenmutter mit ihrem verspannten Kind macht und was auch unsere Physiotherapeuten und ganzheitlich orientierten Heiler mit den unterschiedlichsten therapeutischen Techniken zu erreichen versuchen: Sie massiert das Kind mit schmerzloser und tröstlicher Berührung, damit sich die beim Sturz davon getragenen Verspannungen und Dystonien lösen, denn dadurch kann sie die Entstehung von konstitutionellen Körperschäden verhindern.
Die Bärenmutter ist anscheinend erfolgreich, denn unmittelbar nach der „Behandlung“ möchte das geheilte Kind mit anderen Kindern spielen.... Die erlittenen Schock- und Stresstraumata haben sich aufgelöst.


Band 3: Lilli Bärenstark besucht Berlin

Inhalt: Mami wandert mit ihrer Tochter nach Berlin, damit Lilli ihren Vater kennen lernt. Mami ist eine Bärenmutter, die auf die Idee kommt, den Kindesvater in die Pflicht zu nehmen und an der Aufzucht zu beteiligen. Wie man sieht, hat Lilli auch durchaus Glück mit ihrem Erzeuger, denn der freut sich seinerseits über das Kennenlernen seines Kindes und über den Kontakt mit ihm. Offen bleibt, ob Mutter Bärenstark noch andere Gründe hatte, um ihren Partner in Berlin aufzusuchen.
Während die ersten beiden Bände überall spielen können, ist Band 3 räumlich angebunden. Die Handlung wird nach Berlin verlegt und das auf durchaus realistische Weise. Die Zeichnungen zeigen Berlin im Jahr 2002 und auch der Beruf von Vater Bärenstark ist an die Wirklichkeit angebunden: Zwar hat er nicht wirklich Modell gestanden bei der Buddy-Bär Berlin GmbH – aber tatsächlich hat es in den Jahren 2001 / 2002 eine große Plastikbärenausstellung in Berlin gegeben. Tatsächlich hat es auch ein Straßenbahndepot voller Plastikbären gegeben, die dort von Künstlern aus aller Welt angemalt worden sind, bevor sie am Pariser Platz östlich des Brandenburger Tors ausgestellt worden sind.
Unsere Geschichte ist nur zum Teil erfunden (oder märchenhaft – unwirklich), vieles darin ist Beschreibung der Wirklichkeit im aktuellen Berlin.

Band 4: Lillis Tag im Zoo

Inhalt: Wir bleiben mit Bärenstarks in Berlin. Vater Bärenstarks Arbeit als Modell bei der Buddy-Bär Berlin GmbH ist zu Ende, denn die Schlussausstellung der Nationalitäten-Bären am Pariser Platz hat stattgefunden. Vater Bärenstark hat nun Zeit für einen Urlaub mit Mami und Lilli in Berlin. Wie alle Kinder will Lilli in den Zoo. Dort gibt es auch einen schönen Spielplatz. Lilli geht allein dorthin während die Eltern Bären im Zoo besuchen. Auf dem Spielplatz lernt Lilli ein paar Menschenkinder kennen. Sie befreit dann eine Nebelkrähe namens Klexy, die sich in der Burg verfangen hat. Klexy entschließt sich umgehend, bei ihrer Retterin zu bleiben, wenn die Eltern Bärenstark es erlauben... Wir erfahren in diesem Band 4 nicht mehr, was die Eltern dazu sagen. Es bahnt sich aber eine Art tierischer „Patchwork“- Familie an, die nicht nur durch Blutsverwandtschaft sondern auch durch Sympathie und Toleranz gekennzeichnet ist. Durch das Hinzukommen dieses neuen Familienmitglieds verändert sich das Familiengefüge.
Ein Vogel kann in vielen Lebenslagen ein hilfreicher Begleiter sein und ist deshalb eine enorme Bereicherung für das Einzelkind Lilli. Wir werden im nächsten Band erleben, wie sich die Beziehung zwischen Lilli und ihren Eltern und dem jungen Rabenvogel gestaltet und entwickelt.

 

Band 5: Lilli geht ins Konzert

Band 5 entstand mit dem Einverständnis der Berliner Philharmoniker GmbH.
In Band 5 geht Vater Bärenstark nämlich mit seiner Familie und ihren Freunden ins Konzert. Sie besuchten 2001 eins der alljährlichen open-air-Konzerte der Berliner Philharmoniker, die zu ihrem letzten Konzert der Spielzeit jedes Jahr einen anderen Gast-Dirigenten in der Waldbühne einladen. Die Berliner Bevölkerung liebt dieses Konzertereignis, kommt sehr zahlreich und pflegt den Ohrenschmaus mit Selbstgekochtem kulinarisch zu unterlegen.
Bärenstarks, ein paar Freunde und ich waren bei schönstem Wetter dort. Wir haben zusammen mit 20.000 Berlinern einen wunderbaren Abend verbracht und den Klängen der "Spanischen Nacht" gelauscht. Der Gastdirigent dieses Konzertes war Placido Domingo, der schöne Musikstücke der spanischen Klassik mit den Berliner Philharmonikern dargeboten hat. Als letztes Stück ihres Saisonfinish spielen die Philharmoniker immer ein Lied namens "Berliner Luft". 2001 war etwas ganz anders als sonst immer: Der berühmte Dirigent und Tenor verabschiedete sich von seinem Orchester: "If you need me, call me, I go to sing with the publics!" und stellte sich in der ersten Reihe zwischen die Konzertbesucher. Dort stehend sang er das ganze Lied. Das hat nicht nur Lilli Bärenstark beeindruckt und gefreut. Wir waren richtig glücklich.
Es ist natürlich kein Wunder, dass dieses schöne Erlebnis dazu führt, dass Lilli Bärenstark nicht nur den im neuen Heft enthaltenen Text vom Refrain des Liedes "Berliner Luft" von Paul Linke kennen lernt, sondern nun auch dirigieren (also: den Ton angeben!) möchte, wo immer es geht. Ich habe auch die Noten in die Geschichte aufgenommen, damit interessierte Kinder die Melodie auf ihrer Blockflöte spielen können.

Die kleinen Leser lernen beim Malen einige Musikinstrumente und auch ein paar schwierige Wörter kennen. Dieses Waldbühnenkonzert steht exemplarisch für jeden Konzertbesuch im Freien.

Große Leser können sich an einer Ode an großartige Künstler erfreuen oder auch in eigenen Erinnerungen schwelgen.

n.n. Band 6 bis 9 sind in Arbeit.

 

Band10: Lilli Bärenstark im Rheinland

Bärenstarks fahren mit dem Auto ins Rheinland. Papa nimmt seine Familie – inklusive Klexy - mit nach Siegburg und mietet zunächst für sich und seine Familie eins von den typischen Einfamilienhäusern am Stadtrand: im Garten gibt es auf der Wiese einen Kirschbaum mit schwarzen Herzkirschen und auf der Terrasse eine Hollywood-schaukel für Mutter Bärenstark.
Bärenstarks gehen zu Fuß in die Stadt. Vor dem Siegburger Caféhaus trifft Vater Bärenstark den Kaufmann Klaus, mit dem alle zusammen zum Siegburger Markt laufen. Dort soll Bud Bärenstark Honig für ihn verkaufen. Papa freut sich auf seine Arbeit.
Lilli, inzwischen schon ein bisschen größer, folgt ihrer Freundin, der Krähe Klexy, die zielstrebig ihre eigenen Wege geht und anscheinend weiß, wohin sie will... Ausblick auf Band 11: Klexy wird sich im nächsten Band mit der Elster treffen, die seit vielen Generationen um einen der beiden Wolsberge fliegt... Lilli schläft ein während sie am Wolsberg darauf wartet, dass ihre Krähe von dem Rendez-vous mit der Elster zurück kommt. Im Traum taucht sie ein in die Siegburger Legendenwelt, der zufolge König Odin, der Beschützer der Liebenden und der Toten, seit vielen hundert Jahren in diesem Berg sitzt und darauf wartet, die Stadt vor möglichen Feinden zu beschützen... Die Elster, die um den Wolsberg fliegt, signalisiert, dass der König im Berg noch lebt.
Wir erleben in den rheinischen Lilli-Bänden eine Verbindung von Heimatkunde und archetypisch angebundener Legendenwelt.