Die Autorin Renate

Die engagierte Pädagogin Renate Luhmer wurde 1948 in Oberkassel / Bonn am Rhein geboren und wuchs im nahe gelegen Siegburg (NRW) mit 3 Geschwistern, Eltern, Großeltern, Hund und Kater auf.
Sie studierte erst Kunst und Musik und später Geographie und Romanistik für Lehramt in Bonn und Würzburg. Nach dem 1. Staatsexamen wurde sie Referendarin in Berlin, machte dort das 2. Staatsexamen und ging für 1 Jahr als Assistentin nach Paris in Frankreich.
Zurück in Berlin studierte sie berufsbegleitend Psychologie und Sozialpädagogik (3. Wahlfach Pädagogische Psychologie) und gab ihrem pädagogisch, psychologisch und naturheilkundlich ausgerichteten Erkenntnis- und Forschungsdrang nach. Sie studierte theoretisch und praktisch viele Jahre lang alles, was man über die Heilungsmöglichkeiten für den menschlichen Körper und die menschliche Seele in Erfahrung bringen kann. 1999 machte sie sich als Pädagogin selbständig.
Es war für Renate seit jeher selbstverständlich, Erinnerungen zeichnend festzuhalten und Gefühle oder Gedanken auf diese Weise auszudrücken. Auf diese Weise entstanden die ersten "Lilli-Bärchenbilder" für diese Heftchen-Reihe in den Jahren 1980 - 1985.
Sie verschwanden für lange Zeit unbeachtet in einer Schublade und tauchten erst 2000 wieder auf. Inzwischen war die Technik so weit fortgeschritten, dass jeder Berliner die Möglichkeiten hatte, seine Bücher selber zu produzieren. Renate hatte zudem auch gerade eine dreisprachig in Berlin aufwachsende Großnichte bekommen, für die nun Bärchenbücher hergestellt wurden. Bei der Produktion der Lilli-Bärchenbücher gesellten sich spontan Nachbarn, Familienmitglieder, Freunde und Freunde von Freunden dazu und machten mit. Dabei zeigte sich, dass die immigrierten Freunde ihre Deutschkenntnisse beim Übersetzen erweitern konnten. Später verfestigten sie das Gelernte, wenn sie die Texte ihren Kindern vorlasen. Die einzelnen Hefte wurden kleine "Unterrichtseinheiten", die bei ihren kleinen und großen Lesern zum Erlernen der deutschen Sprache beitragen konnten. Umgekehrt konnten auch die deutschen Leser ihren Horizont erweitern und die ersten Sätze jeder anderen Sprache, muttersprachlich vorgestellt, beim Lesen und Malen spielend lernen.
So entstand ungewollt und weitgehend ungesteuert ein interkulturelles Projekt mit ganz eigenem Gesicht, in dem die Ideen und Vorstellungen von Menschen aller Nationen zusammen kommen und Gestalt annehmen. Und die Autorin beschäftigt sich wieder mit dem, was sie ursprünglich gelernt hat: Menschen und Sprachen, Erdkunde, Kunst und Pädagogik.